Hallo liebe Leserin,
Wie schön, dass du da bist
heute möchte ich ein wirklich sensibles Thema ansprechen, das mir unheimlich am Herzen liegt. Ich lade dich ein, in eine offene, liebevolle und vorwärtsblickende Diskussion mit mir einzutauchen.
Chronisch krank – was bedeutet das eigentlich?
Laut Wikipedia sind chronische Erkrankungen solche, die sich langsam entwickeln, über einen längeren Zeitraum andauern und mindestens drei bis sechs Monate bestehen. Typische Beispiele sind Diabetes, koronare Herzerkrankungen, chronische Lungenerkrankungen – aber auch Schmerzerkrankungen und Beschwerden des Bewegungsapparates wie Arthrose, Arthritis oder Gicht.
Aber was bedeutet „chronisch krank“ für dich?
Ich lade dich ein, einmal kurz innezuhalten und in dich hineinzuhorchen. Welche Worte und Emotionen tauchen auf, wenn du an das Wort „chronisch krank“ denkst? Vielleicht „hoffnungslos“, „ausgeliefert“, „Dauerschmerzen“, „Erschöpfung“?
Jetzt machen wir ein kleines Gedankenexperiment. Was wäre, wenn wir diese intrinsiche Bedeutung des Wortes verändern? Nicht, weil wir uns etwas vormachen wollen – sondern weil wir sie so umformulieren, dass sie uns nicht mehr blockiert, sondern uns eine neue Perspektive öffnet.
Was wäre, wenn chronisch bedeutet, dass dein Körper in einem Zustand feststeckt, der sich aus deinen jetzigen Lebensumständen ergibt?
Dein Alltag, deine Ernährung, dein Schlafrhythmus, deine sozialen Beziehungen, dein Stresslevel – all das und noch viel mehr kann Einfluss auf dein körperliches, emotionales und mentales Wohlbefinden haben. Und wenn sich dein Körper in einer Art Dauerstress befindet, kann er vielleicht einfach nicht in die Heilung gehen.
Spür mal rein: Wie fühlt es sich an, wenn ich dir sage, dass „chronisch krank“ nicht bedeutet, dass du für immer so bleiben musst – sondern dass du gerade in einem festgefahrenen Zustand bist? Und dass es Wege gibt, diesen Zustand zu verändern?
Ich weiß, das kann beängstigend sein.
Denn Veränderung ist unsicher. Was, wenn es schlimmer wird? Was, wenn du gar nicht weißt, wo du anfangen sollst? Oder wenn das Ziel so weit entfernt aussieht, dass du lieber gar nicht erst losgehst?
Vielleicht hast du die Hoffnung aufgegeben, dass sich etwas ändern könnte, seitdem du das Label „chronisch krank“ bekommen hast. Vielleicht dachtest du, dass nur noch Medikamente helfen können.
Aber was, wenn wir das Wort „chronisch“ hinterfragen?
Ich bin ein riesiger Fan der modernen Medizin. Ich bin jeden Tag dankbar, dass wir unglaubliche Fortschritte gemacht haben und dass wir Menschen in Notfällen retten können. Aber wenn es um chronische Erkrankungen geht, tappen wir oft noch im Dunkeln.
Könnte es sein, dass wir einfach die falschen Annahmen haben?
Dass wir etwas als „unveränderlich“ abstempeln, das vielleicht doch veränderbar ist?
Weil mich diese Frage so sehr beschäftigt, bin ich auf ein faszinierendes Buch gestoßen: Post-Diabetic von Eric Edmeades. Er stellt genau diese Frage am Beispiel von Diabetes mellitus: Ist es wirklich eine chronische Erkrankung – oder haben wir mehr Einfluss, als wir denken?
Ich kann dir (auch wenn für dich Diabetes mellitus kein Thema ist) das Buch nur wärmstens empfehlen! Vielleicht gibt es dir genau die neue Perspektive, die du gerade brauchst.
Mit all meiner Liebe,
Linda

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